„ICH HAB DAS ORIGINAL!“


… so tönt es immer häu ger vom Schulhof, wenn die Kids sich an ihren Klamotten, Schuhen oder Handys messen. Ein großer Druck für Kinder und Eltern – die dem aber auch sanft entgegensteuern können!

Luca kommt nach den Pfingstferien zum ersten  Mal  wieder  in  die  Schule:  Über seiner  stolz  geschwellten  Bubenbrust spannt sich ein trikotartiges Shirt mit der Nummer Eins – Torwartnummer! Sein Freund Malte wirft einen flüchtigen Kennerblick auf das Urlaubssouvenir und fegt Lucas Freude mit einem Satz hinweg: „Das ist ja gar nicht original!“ …
Dabei sein ist allesAusgeprägtes Markenbewusstsein von Kindern bestimmt im Elternhaus oftmals die Nöte des Alltags:  Wer  am  Trikot  nur  zwei  statt  drei Streifen hat oder wem an den Stoffturnschuhen der Stern fehlt, der hat oft keine guten Karten in  der  sogenannten  Peergroup!  Angesagte Labels  öffnen  dem  Nachwuchs  angestrebte Türen – wer nicht das „Richtige“ trägt, bleibt außen vor. Dass dies bereits im Grundschulalter beginnt, legen verschiedene Studien, wie z. B. die  „Kids-Verbraucheranalyse  2013“,  nahe. Ihr zufolge kaufen bereits 6- bis 9-Jährige zu 17 Prozent alleine Anziehsachen und bestim-men zu 56 Prozent selbst, wie sie sich kleiden. Bei den 10- bis 13-Jährigen sind es schon 47 und 77 Prozent. Mit steigendem Alter verändert sich auch die Bedeutung von Marken und Looks:  Jugendlichen  dienen  sie  nicht  nur  als Ausdruck der Zugehörigkeit, sondern auch als Zeichen  der  Abgrenz ung.  Werbung  kann  in diesem Alter besonders gut landen: Mit suggerierten Geschichten und Images zielen Spots auf Heranwachsende ab, die Idole suchen, um ihre eigene Identität zu finden: Eine coole Optik und ein damit verbundener, vermeintlich erstrebens-werter Lebens stil wirken da wie ein Magnet.Ein bisschen hausgemacht .Eine  andere  Studie  zeigte,  dass  der  Umgang mit Marken häufig von den Eltern abgeschaut wird. Es ist also durchaus möglich, bereits frühzeitig in der Familie einen kritischen Blick ein-zuüben, wenn Eltern ihn auch auf sich selbst richten.  Größeren  Kindern  hilft  es  bei  ihrer Selbstbehauptung  dann  vielleicht  auch,  wenn man  mal  gemeinsam  mit  ihnen  Hinter-  und Beweggründe von Marketing und Werbung aufdeckt  –  und  ihnen  im  Gegenzug  kreativere Lösungen an die Hand gibt: Zum Glück ist Do-it-Yourself  ja  auch  gerade  voll  im Trend  –  wie man an unseren Produktideen sehen kann! (Siehe auch Kat. basteln und kreatives Gestalten unter www.familienshopping24.de)

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